Südfrankreich Tips

Kleine Videotips für Sisteron

Oft werde ich von Neulingen in Südfrankreich gefragt, wie man am Besten zum Parcour kommt. Da gibt es grundsätzlich zwei Wege, einen schnellen und einen vorsichtigen. Mit dem kleinen Programm IGC Flight Replay, welches man hier herunterladen und installieren kann, habe ich ein paar Videos fabriziert, die recht anschaulich zeigen, wie es geht.

Für das einfache betrachten der hier verlinkten Videos braucht man das Programm allerdings nicht, es handelt sich um .wmv Dateien, die man mit Windows durch draufklicken jederzeit öffnen kann, trotzdem lohnt sich der download von IGC Flight Replay, weil man damit auch seine eigenen IGC Dateien anschauen kann.

Zunächst mal der schnelle Weg, über l´Hongrie, Authon, Auribeau und Blayeul zur Aiguillettes dazu ein kleines Anhängsel, wie es von dort zum Grand Bérard geht, wenn man hoch genug (2.800+) ist. Selbstverständlich können das nur Tips sein, für eventuelle Außenlandungen auf diesem Weg entweder in Seyne oder in Marcoux übernehme ich keine Verantwortung.

Damit ist man am Parcour angekommen, von der Aiguillettes aus kann man jetzt entweder nach Südosten zu den Trois Évéchés fliegen um über den Col d´Allos ins Tal von Barcelonnette zu gelangen, oder nach Nordwesten um über die Dormillouse zum Pic de Morgon und weiter zum Guillaume zu fliegen.

Wo die einzelnen Berge zu finden sind, sieht man hier:

tl_files/videos/anfluege.jpg

 

Mit ausreichend Höhe (2.800 oder mehr) kann man von der Aiguillettes auch den direkten Weg zum Grand Bérard auf der Nordseite des Barcelonnettetals wählen. Notfalls liefert der Ost-West Grat der zur Petite Séolane hochläuft noch etwas Höhe um am Grand Bérard nicht zu tief anzukommen.

Wellenflug - von Sisteron zum Pic de Bure

Wer in Sisteron fliegt, wird mit ziemlicher Sicherheit wenigstens einen Mistral-Tag erleben. Mistral, das ist der kalte Nordwind, der manchmal nur leicht weht, manchmal aber auch mit brutaler Gewalt durch das Durancetal fegt. Wenn schon am Morgen der Windsack stramm aus Richtung Norden oder Nordwesten aufgeblasen wird, der Wind bereits am Boden mehr als 40 km/h mit Böen von 60 km/h und mehr erreicht, dann ist Wellenfliegen angesagt.

Nur, wie findet man die Welle und wie kommt man letztlich in die von allen angestrebte "Mutter aller Wellen" am Pic de Bure? Nun, das wollen wir hier mit einem Beispiel erklären,das fast mit Sicherheit zum Erfolg führt, meistens jedenfalls Cool.

Zunächst lässt man sich nicht wie üblich zum l´Hongrie schleppen sondern zum Gache im Südosten von Sisteron, bereits einige 100 m vor der mächtigen Felswand spürt man schon den Hangaufwind und kann in 1.100 bis 1.200 m gefahrlos ausklinken. Wie es jetzt weiter geht, kann man diesem Bericht entnehmen, wie das aus dem Cockpit aussieht, zeigen wir hier:

Und so schaut der Weg von Sisteron zum Pic de Bure auf SeeYou aus:

tl_files/videos/in-die-welle.jpg

Selbstverständlich kann man auch auf anderen Wegen bei Mistral zum Pic de Bure fliegen, etwa über Jouère und Malaup, aber man hat dort immer das kleine Problem, dass die Fallschirmsprinerzone von Gap im Weg liegt und vor allem, dass der Weg vom Malaup deutlich weiter ist und damit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass man nicht im Laminaren vorwärtsfliegen kann, sondern sich mit Rotoren rumschlagen muss. Insbesondere die Grande Séuze ist berüchtigt wegen ihrer Turbulenzen.

Bei Nordwestlagen kann es sogar vorteilhaft sein über den Malaup und die Stadt Gap anzufliegen, da die Welle dann oft weit östlich des Pic de Bure zu finden ist. Aber das muss natürlich jeder selber ausprobieren, Patentrezepte gibt es keine und das macht ja die Sache gerade so reizvoll. Also, avent Jungs, Erfahrung macht den Meister!